Yoga und Schwangerschaft

Meine persönliche Erfahrung:

Als ich mit meiner zweiten Tochter schwanger war, entschied ich mich, einen Yogakurs für Schwangere zu besuchen. Damals war mir noch nicht im Entferntesten bewusst, dass diese Entscheidung mein Leben verändern würde.

Es begann also mit Asanas, Beckenkreisen, intensive Atemtechniken und viele andere Übungen. Schon bald habe ich erkannt, dass hinter dem körperlichen Aspekt des Yoga noch viel mehr steckt, etwa eine praktisch-orientierte Lebensphilosophie, die dich gesund hält und dir viele Antworten auf die Fragen des Lebens schenkt.

All die Übungen führten bei mir in nur wenigen Wochen zur Auflösung oder Schwächung meiner Ängste, inneren Unruhe und körperlichen Verspannungen. Durch das regelmäßige Üben offenbarte sich mir zusehends die Kraft und Klarheit der Gegenwart. Unangenehme und unnütze Gedanken an die Vergangenheit und Zukunft verloren zunehmend ihre Bestimmungskraft. Durch dieses verbesserte Spüren des Momentes ging auch eine bessere Körperwahrnehmung einher. Die körperliche und spirituelle Verbindung zum Baby wurde intensiver und klarer.

Schließlich hat mir die regelmäßige Yogapraxis während der Schwangerschaft zu einer Traumgeburt verholfen. Meine zweite Geburt war im Vergleich zur Ersten nicht nur 5x schneller, sondern auch schmerzfrei! Ich bin mit dem natürlichen Prozess der Schwangerschaft und Geburt mitgegangen, bis ich nach 9 Monaten in meinen Armen schließlich ein gesundes Baby halten durfte.

Für mich stand fest: Yoga bringt's, ich höre nie wieder damit auf! Die ersten Schritte des Yogaweges waren gegangen – der Beginn einer langen Reise.

Bei meiner 3. Tocher durfte ich Schwangerschaft und Geburt als erfahrene Yogini erleben. Es macht noch mal einen gewaltigen Unterschied ob du einmal pro Wochen praktizierst oder dich täglich mit Hathayoga, Pranayama und Meditation vorbereitest.

Bis auf die üblichen Weh-Wehchen war es eine wunderschöne Schwangerschaft, in tiefer Verbundenheit mit meinem Baby. Es fand Kommunikation in mir statt, auf Seelenebene, wenn du weißt was ich meine.

Da ich diesmal eine Hausgeburt geplant hatte, konnte ich ganz bewusst und achtsam auf den Beginn der Geburt warten. Ich konnte richtig fühlen und wahrnehmen wie sich mein Baby auf den Weg nach draußen machte und sich nach und nach in mein Becke hineinschob. Nach nur 45 Minuten durfte meine Tochter in Papa´s Arme gleiten.


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